Klassenfahrt nach Ratingen - Bericht Tag 2

Amulette basteln (vorbereitet von Julian und Fabian)
Ein Amulett war das Erkennungszeichen in unserer Räuberbande. Wenn einer von uns entführt wird, kann er das Amulett auf den Boden fallen lassen. Die Bande weiß Bescheid und wird das Bandenmitglied suchen. Wir haben unser Amulett am Donnerstagmorgen aus Kokosnussschalen gebastelt. Jeder suchte sich ein Stück Schale aus, das ihm gefiel. Man musste die Kokosnuss mit Schleifpapier überall ganz glatt machen, damit man sich nicht verletzt. Das war anstrengend. Später wurde die Schale gefettet, bekam noch ein Loch und ein Lederband. Dann konnten wir das Amulett umhängen.

  
Bogen schießen (vorbereitet von Gerrit, Enes und Jakob)
Auch das Bogen schießen lernten wir am Donnerstagmorgen. Wir fanden das Bogen schießen toll. Vor allem wie nett M war. Sie hat uns genau erklärt, worauf wir achten mussten, z.B. die Haltung von Pfeil und Bogen. Man darf sich nicht umdrehen und auf andere Kinder zielen. Man muss mit zwei Fingern an der Sehne ziehen und genau zielen. Wenn man geschossen hat, muss man erst abwarten, dass jeder seine drei Pfeile weghat, bevor man seine Pfeile zurückholen kann. Immer drei Kinder waren gleichzeitig dran. Zuerst haben wir nach Ms Kommando geschossen, später durften wir alleine unsere drei Pfeile abschießen. Frau Maurer hat lustig geschossen. Enes, Mia und Phil haben es geschafft, mit allen drei Pfeilen die Zielscheibe zu treffen.

 
Die Suche nach Lady Marian (vorbereitet von Ana und Mia)
Am Donnerstagnachmittag mussten wir Robin Hood helfen, Lady Marian zu finden, die verschwunden war. Es war ein Spiel, bei dem wir Aufgaben lösen mussten, damit wir einzelne Hinweiskarten zusammen bekamen. Es waren 10 Teile. Man musste anderen Personen, z.B. dem Ritter, etwas bringen, ein Bandenquiz lösen oder einen Schwur erfinden. War die Aufgabe erfüllt, bekam man einen neuen Hinweis. Am Ende ergaben die Hinweise einen Brief, durch den wir wussten, wo Lady Marian war. Zusammen mit Robin Hood haben wir sie befreit. Lustig war, dass Lady Marian aussah wie Frau Szubiak.

Little John (Frau Maurer)
Ich, Frau Maurer, habe Little John gespielt. Ich war an einem Baum festgekettet, gefangen genommen von den Schergen des Sheriffs. Als die Kindergruppen das erste Mal zu mir kamen, habe ich sie immer fürchterlich beschimpft, weil ich als Little John glaubte, ich hätte es ihnen zu verdanken, dass ich festgekettet sei. Dabei habe ich wohl schauspielerisches Talent bewiesen, denn die meisten Kinder haben mich sehr ernst und z.T. sogar ängstlich angeschaut (vor allem die Kinder des anderen 4. Schuljahres, die mit uns zusammen gespielt haben). Ich habe laut gelacht, als Frau Szubiak mir erzählte, sie habe ein Kind sagen hören: „Frau Maurer hat voll schlechte Laune, weil die angekettet ist.“ Mir hat es ganz viel Spaß gemacht, diese Rolle zu spielen. Übrigens, liebe Füchse, ich hätte euren Schlüssel gar nicht gebraucht, ich konnte mich jederzeit selbst befreien :-) ! Trotzdem „Danke“ für euren Einsatz!

 
Auf dem Spielplatz (vorbereitet von Filip und Fares)
Wenn gerade kein Programm war, waren wir meist auf dem Spielplatz. Er ist auf dem Gelände der Jugendherberge zwischen den Bäumen. Da war eine Drehscheibe, auf der wir viel spielten, weil das Drehen viel Spaß machte. Es gab auch ein großes Klettergerüst, eine Wackelbrücke, ein Haus in der Höhe mit einer Leiter und ein anderes Haus mit Bänken. Auch eine Wiese zum Ball spielen war da. Der Spielplatz war toll.
 
Disco (vorbereitet von Phil und Luca)
Am zweiten Abend haben wir eine Disco gemacht. Uns wurde vorher nicht gesagt, dass wir selbst Musik mitbringen konnten, so hatten wir nur eine CD mit Musik, die uns nicht immer gefiel. Doch die Disco war trotzdem gut. Der Raum war gut ausgestattet. Die Stühle waren fantastisch. Die Wände waren mit schönen Graffittis bemalt. Und die Lichter waren cool. Besonders der Blitzer hat uns gefallen, es sah alles aus wie in einem Comic. Wir haben Stoptanz gespielt. Zwischendurch haben wir leckeres Knabberzeug und Weingummis genascht, die für uns bereit standen. Die Disco war für alle toll.

Beten (Frau Maurer)
Bei den Tagesmahlzeiten haben wir immer gebetet. Ein Kind hat ein Gebet, z.B. ein Morgen- oder ein Tischgebet  vorgesprochen. Vor dem Schlafen gehen haben wir uns im Tagesraum zum Abendgebet getroffen. Wir haben gemeinsam zwei Lieder gesungen, den Tag reflektiert und ein Gute Nacht-Gebet gehört.

Das Abendgebet  (vorbereitet von Lilli, Anna und Medina)
Das Abendgebet war gut. Wir haben uns immer auf das konzentriert, was wir am Tag gemacht haben. Wir haben immer auf Papieräpfel geschrieben, was uns gefiel und was nicht. Frau Maurer hat dazu ruhige Musik angemacht. Die Äpfel wurden auf einen Baum geklebt, der nun in unserem Klassenraum hängt.

 
Klassengemeinschaft (vorbereitet von Leon und Lenny)
Unserer Meinung nach hat sich die Klasse sehr gut verhalten. Gab es Streit, haben es alle größtenteils geschafft, diesen untereinander zu klären. Probleme hatten wir mit Fünftklässlern, die auch in der Jugendherberge waren. Sie haben uns auf dem Spielplatz immer mit Eicheln abgeworfen.

Gruppeneinteilung (Frau Maurer)
Um die Klassengemeinschaft zu stärken, haben wir Lehrerinnen bei zwei Aktionen bewusst die befreundeten Kinder auseinandergezogen und in verschiedene Gruppen gesteckt. Zuerst wurde darüber natürlich gemeckert, aber dann haben es alle Kinder geschafft, die Situation zu akzeptieren und sich auf neue Kinder einzulassen. Das hat uns sehr gefreut.

 


Resümee (Frau Maurer)
Aus den Gesprächen mit den Kindern in der Jugendherberge und am Montag nach der Rückkehr lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass die meisten Kinder begeistert von der Klassenfahrt sind und viel Spaß hatten. Auch wir Lehrerinnen sind sehr zufrieden mit dem Verlauf und werden uns noch länger gerne an die schönen Tage mit den Füchsen erinnern.

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